Heute ist ein grosser Tag für den Gemeinderat. Die Sekundarschule wird im Dorf bleiben. Die BKSK (Bildungs-, Kultur- und Sportkommission) hat sich ausdrücklich dafür stark gemacht, dass Arlesheim nicht nur vorläufig, sondern gar für immer, Sekundarschulstandort bleibt. Münchenstein und Arlesheim sollen aber eine gemeinsame Schulleitung erhalten. Soweit das BaZ nachbeten. Jetzt wird zum Faktischen, was vor anderthalb Jahren noch niemand so recht hätte glauben wollen. Die Arleser setzen sich durch gegen den Kanton. Kein leichtes, ausser man lässt sich wirklich gut beraten. Das haben Kalle und Co. in Anspruch genommen. Dank dieses Mandats haben sie auch den Gemeindeversammlungsbeschluss zur Sanierung der Bildungsruine GII durchboxen können (dank einer (!) Stimme). Eine teure und umstrittene Investition, die sich jetzt bezahlt machen wird. Jetzt wäre der Moment gekommen, den Triumpf gebührend zu feiern. Lieber Peter de Marchi ruf doch schon mal den Kalle an, damit ihr einen Termin für das grosse Interview abmachen könnt.
Und jetzt noch in Kürze: Wie konnte das passieren? Ganz einfach. Wir beharren einfach auf unseren Standpunkt. Am besten tun wir das medial breitflächig kund, ohne uns davor mit den Münchensteinern abgesprochen zu haben. Dann verhärten sich die Fronten. Bis man sich für ein gemeinsames Vorgehen entschliesst, hat man bereits vollendete Tatsachen geschaffen, dem Nachbar bleibt also nichts anderes übrig, als dem eigenen Standpunkt zu folgen. Irgendwann ist die Zweischulenlösung die einzig praktikable für den Kanton. Das besiegelt in Kürze wohl auch die BKSD. So wird das aber nicht im nächsten Arleser Jahrhundertbuch stehen.
Das hat übrigens Auswirkungen auf den Schulratswahlkampf (Yes, es gibt wieder einen!). Man kann sich nicht mehr dafür einsetzen, dass die Sek im Dorf bleibt.
6. Januar 2010 at 23:02
[...] zum Sekundarschulstandort Der Nachbar hat’s schon gemeldet, und es steht heute ja auch in der gedruckten Ausgabe der BaZ: Die [...]